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Freimund Buchhandlung

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Alles Gute zum 242.

Rahel Varnhagen

Mit der Biografie Rahel Varnhagens, einer der außerordentlichsten und bedeutendsten Frauen der ausgehenden Goethezeit, deren Berliner Salon alle Geistesgrößen der Zeit frequentierten, ist Hannah Arendt zugleich ein herausragendes Stück Geschichtsschreibung über das deutsche Judentum im 19. Jahrhundert und das Doppelgesicht der jüdischen Assimilation gelungen.

Hannah Arendt, am 14. Oktober 1906 in Hannover geboren und am 4. Dezember 1975 in New York gestorben, studierte Philosophie, Theologie und Altgriechisch unter anderem bei Heidegger, Bultmann und Jaspers, bei dem sie 1928 promovierte. 1933 emigrierte sie nach Paris, 1941 nach New York. Von 1946 bis 1948 war sie als Lektorin, danach als freie Schriftstellerin tätig. Sie war Gastprofessorin für Politische Theorie in Chicago und lehrte ab 1967 an der New School for Social Research in New York. Zuletzt erschien bei Piper "Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur?".


 

Eine Persönlichkeit wie Rahel Levin, verheiratete Varnhagen von Ense, war in der deutschen Literatur- und Kulturgeschichte anscheinend nicht vorgesehen: ein Rätsel, ein Monstrum oder wie Rahel selbst meinte - ein Paradox. Eine Frau, die sich nicht durch Schönheit oder Reichtum zum Mittelpunkt einer Männergesellschaft machte, sondern durch ihre Intelligenz. Eine Jüdin, die nach außen ihre Herkunft bis zur Selbstverleugnung verdrängte, die aber innerlich ihr Leben lang unter dem Antisemitismus ihrer Umwelt litt. Und schließlich eine Schriftstellerin, die alles daran setzte, keine zu sein. jüdische Herkunft, weibliche Identität und bürgerliche Sozialisation wurden zum Anstoß für Hannah Arendt, genau dokumentierend und zugleich romanhaft spannend eine der einzigartigsten Frauen der ausgehenden Goethezeit darzustellen. Und Hannah Arendt setzte sich mit dem Dilemma der jüdischen Emanzipation im 18. und 19. Jahrhundert auseinander, und damit auch mit dem Phänomen des Antisemitismus, wie sie es selbst erlebt hat.

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Taschenbuch

EUR 14,00

 

der berühmten jüdischen Salonière!

Ich liebe unendlich Gesellschaft

Rahel war eine berühmte, höchst intelligente Frau, Schriftstellerin und Gesellschaftsdame, die gleichberechtigt mit den großen Geistern ihrer Epoche verkehrte. Ihr literarischer Salon war ein Zentrum der gelehrten und künstlerischen Kommunikation ihrer Zeit. Mit welcher Freiheit und Grazie wusste sie um sich her anzuregen, zu erhellen, zu erwärmen!, schwärmte einer der Gäste ihres Salons. Von den Aufklärern übernahm Rahel die Auffassung: Auf das Selbstdenken kommt es an! Gegen die Vorurteile der Standesgesellschaft gegenüber den Juden half das nicht, diesen Zwiespalt spürte Rahel zeitlebens, fühlte sich fremd und benachteiligt wegen ihrer Herkunft. Diese Erfahrung führte sie zu dem Schluss: Es ist besser, nur eine Anekdote zu sein als ein Mensch mit Eigenschaften. In der geistvollen Atmosphäre ihres Salons, in der auch das neue, romantische Lebensgefühl Raum griff, schien der Zwiespalt überwindbar. Zu den Gästen gehörten die Humboldt-Brüder, die Dichter Tieck, Jean Paul, Börne, der junge Heine, die Familie Mendelssohn Bartholdy, Fürst Pückler. Ihre Freundschaften waren zahlreich, während ihre Liebesbeziehungen scheiterten. Ein Graf machte sich davon, weil die Verbindung mit einem Judenmädchen ohne Mitgift nicht opportun war, ein anderer war rasend eifersüchtig auf die vielen Salongäste. Im Alter von 43 Jahren heiratete Rahel den Diplomaten und Publizisten Karl August Varnhagen von Ense; sie sei völlig frei und wahrhaftig bei ihm, schrieb sie, die durchaus kritisch notiert hatte, dass die Frauen ganz von des Mannes Stand geprägt waren, kaum als Menschen mit Geist betrachtet wurden und die Ehe als höchsten menschlichen Zustand ansehen sollten. Die Lektüre des französischen Frühsozialisten Saint-Simon weitete ihren Blick, der sich nicht mehr auf die eigene Befreiung, sondern Gleichheit und Rechte ohne Berücksichtigung der Herkunft richtete. Sie schrieb Tagebücher, Aphorismen und Briefe, die Einblick geben ins Leben einer emanzipierten Jüdin - und Quellen sind für die faszinierenden biographischen Bilder, die Dorothee Nolte entwirft.

Dorothee Nolte, geboren 1963 in Bonn, lebt als Autorin, Journalistin, Moderatorin und Reiseleiterin in Berlin. Sie studierte in Freiburg, Paris, Berlin und Stanford Romanistik und Germanistik und promovierte an der Freien Universität Berlin. Seit 1992 gehört sie der Redaktion des Tagesspiegels an, sie initiierte und leitete Projekte wie den Erzählwettbewerb, die Veranstaltungsreihe Zeitung im Salon oder Projekte mit Exiljournalisten. Sie gibt Seminare zum journalistischen und kreativen Schreiben. Als ausgebildete Sprecherin wirkt sie an der Produktion von Hörbüchern mit und tritt regelmäßig als Vorleserin auf. Sie hat zwei Bände mit Kolumnen (Wie eine Mutter entsteht, Wie eine Mutter laufen lernt, dtv) und einen Roman (Die Intrige, Fischer Taschenbuch) veröffentlicht, zuletzt erschienen im Eulenspiegel Verlag ihre Lebensbilder in Anekdoten zu Wilhelm und Alexander von Humboldt sowie Fürst Pückler.

Rahel Varnhagen von Ense, geb. Levin (geboren am 19. Mai 1771 in Berlin; gestorben am 7. März 1833 ebenda) war eine deutsche Schriftstellerin und Salonnière jüdischen Glaubens. Rahel Varnhagen gehörte der romantischen Epoche an und vertrat zugleich Positionen der europäischen Aufklärung. Sie trat für die jüdische Emanzipation und die Emanzipation der Frauen ein. ...mehr »

Hardcover

EUR 12,00


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